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Carola Reimann im Interview mit der BZ: "Martin Schulz ist der richtige Mann für den Neubeginn"

Dr. Carola Reimann holte mit 38 Prozent und deutlichem Abstand zu ihren GegenkandidatInnen zum fünften Mal das Direktmandat für die Braunschweiger SPD. Im Interview mit der Braunschweiger Zeitung äußerte sie sich zu den Wahlergebnissen der SPD auf Bundesebene.

Braunschweiger Zeitung vom 26. September 2017, Seite 11
Braunschweiger Zeitung vom 26. September 2017, Seite 11

Frau Reimann, was hat die SPD falsch gemacht, dass sie von den Wählern so abgestraft wurde?

Das kann man so kurz nach der Wahl nicht konkret sagen. Wir werden das sehr genau analysieren. Es war eine klare Abwahl der Großen Koalition - sie ist immer eine Sondersituation und führt zum Erstarken der Ränder rechts und links. Mich freut, dass die Situation in Braunschweig besser ist als auf Bundesebene, in der Region haben wir alle Direktmandate gewonnen.

 

Wie will die SPD wieder erstarken?

Wir stellen die Fraktion und die Partei neu auf. Martin Schulz wird diesen Neubeginn einleiten.

 

Ist er nach diesem Ergebnis der richtige Mann?

Ja. Ihm ist nichts vorzuwerfen. Er hat bis an die Grenzen seiner Kräfte gekämpft. Jetzt braucht es einen geordneten Prozess, um zur Neuaufstellung zu kommen.

 

Welche Funktion werden Sie in der Fraktion künftig ausüben?

Das ist noch nicht absehbar. Ich würde sehr gerne die Themen Arbeit und Soziales sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend auch weiterhin bearbeiten.

 

Warum hat sich die SPD so schnell für die Opposition entschieden?

Wenn man 20 Prozent erhält, dann ist die Opposition das Richtige. Natürlich werden wir uns keinen Gesprächen verweigern. Aber wer soll sonst die stärkste Kraft in der Opposition sein? Nicht die AfD! Wir haben eine Verantwortung gegenüber dem Parlament.