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Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die von Nuklearmedizinern beklagten Versorgungsengpässe bei schwach radioaktiven Substanzen, die für Diagnosen von Krebs und Herzleiden benötigt werden, und ist vor diesem Hintergrund mit einer baldigen Entscheidung über die Finanzierung der Erweiterung der Forschungsneutronenquelle in Garching zu rechnen?
Antwort:
Seit September 2008 kommt es, bedingt durch den zeitweisen Ausfall eines oder mehrerer Reaktoren zur Produktion von Molybdän-99, wiederholt zu Versorgungsengpässen. Molybdän-99 ist der Ausgangsstoff zur Herstellung von Arzneimitteln, die in der nuklearmedizinischen Diagnostik verwendet werden. Durch organisatorische Maßnahmen und, soweit möglich, durch Ausweichen auf Alternativmethoden bemühen sich seitdem alle Beteiligten, die Folgen für die betroffenen Patienten gering zu halten.
Der Ausbau der Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz in Garching (FRM II) ist eine mittelfristige Möglichkeit, der auch noch für die nächsten Jahre prognostizierten unsicheren Versorgungslage zu begegnen. Daher ist die Bundesregierung ungeachtet der Zuständigkeiten mit dem Betreiber TU München und der Europäischen Kommission im Gespräch.
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