Carola Reimann

Meine Ziele

Chancengleichheit, Teilhabe und Solidarität stellen für mich zentrale Werte dar. Für diese Werte stehen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit 150 Jahren ein. Aus diesem Grund bin ich in die SPD eingetreten. Ich will mich einmischen, etwas bewegen.

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Sie muss sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen. Globalisierung, demographischer Wandel und auch die Veränderungen unserer Industriegesellschaft zu einer wissensbasierten Gesellschaft sind Aspekte dieser Entwicklung. Wir werden diesen Wandel nicht aufhalten können, aber wir müssen ihn so gestalten, dass niemand zurückbleibt. Aus diesen Gründen sind Chancengleichheit, Teilhabe und Solidarität keine verstaubten Werte. Sie sind der Schlüssel, um diese Veränderungen erfolgreich zu meistern.

Ich möchte eine Gesellschaft, in der Solidarität kein Fremdwort ist. Aus meiner Zeit als Mitglied des Gesundheitsausschusses weiß ich, wohin mangelnde Solidarität führen kann, wenn sich Gesunde und Gutverdienende an der solidarischen Finanzierung unseres Gesundheitswesens nicht mehr beteiligen müssen. Ich bin für das Prinzip, dass starke Schultern mehr tragen müssen als schwache, dass Junge für Alte und Gesunde für Kranke einstehen.

Ein anderes wichtiges Ziel sehe ich in der Herstellung von Chancengleichheit. Wir brauchen sie auf allen Feldern unserer Gesellschaft: Beispielsweise beim Zugang unserer Kinder zur Bildung. Wir können es uns nicht leisten, dass ihr Bildungserfolg so stark von der sozialen Herkunft abhängt wie in kaum einem anderen Staat der Welt. Wir dürfen nicht vergessen: Bildungschancen sind Zukunftschancen. Eine gute Bildung ist die Voraussetzung dafür, dass unsere Kinder später ein selbst bestimmtes Leben führen können. Wenn wir das nicht beherzigen, dann nehmen wir ihnen Lebenschancen.

Gleichberechtigte Teilhabe an Bildung ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern darüber hinaus auch ein Gebot der ökonomischen Vernunft. Wollen wir weiterhin unseren Sozialstaat und Wohlstand erhalten, brauchen wir gut ausgebildete Menschen, sonst können wir im globalen Wettbewerb einer zunehmend auf Wissen basierenden Gesellschaft nicht bestehen.

Unser Land hat keine nennenswerten natürlichen Rohstoffe vorzuweisen, die wir verkaufen können, um unseren Lebensstandard zu erhalten. Wir können und wollen auch den Kampf um niedrige Löhne nicht gewinnen. Deswegen müssen wir uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren. Das sind unsere Menschen. Ihr Erfindungsreichtum und ihre Kreativität sind unser „Rohstoff" für unsere Zukunft. Nur wenn es uns gelingt, innovativer als andere zu sein, wenn wir die zentralen technologischen Impulse setzen können und wir an der Spitze der Innovation stehen, können wir unseren Wohlstand langfristig sichern.

Deshalb liegt mir als Biotechnologin und stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Bildung und Forschung, die Förderung von Bildung und Wissenschaft besonders am Herzen. Als Bundestagsabgeordnete, in deren Wahlkreis sich EU-weit die größte Dichte von Forschungseinrichtungen befindet, weiß ich, wie wichtig die Förderung von Wissenschaft und Forschung ist. Braunschweig hat als Stadt der Forschung erheblich vom Aufwuchs der Fördergelder für Wissenschaft und Forschung seit 1998 profitieren können.

Auch wenn eine finanzielle Unterstützung Grundvoraussetzung für den Erfolg von Forschung ist, müssen wir außerdem für die Akzeptanz neuer Technologien werben. Mein Ziel ist es, die Akzeptanz neuer Technologien in der Bevölkerung zu erhöhen. Deshalb unterstütze ich den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, denn er ist die Voraussetzung dafür, dass neue Technologien und deren Produkte auch akzeptiert und angenommen werden.