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Ausbau der Weddeler Schleife nimmt Gestalt an – Planungsvereinbarung unterschrieben

Am 8. November haben der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies und Vertreter des Regionalverbandes Großraum Braunschweig sowie der Deutschen Bahn AG die Planungsvereinbarung für den zweigleisigen Ausbau der Weddeler Schleife unterzeichnet. Dazu erklärt die Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Dr. Carola Reimann:

 

"Heute ist ein guter Tag für Braunschweig und die Braunschweiger Region. Ich habe mich lange für dieses Projekt eingesetzt und war deshalb gern bei der Unterzeichnung der Planungsverbeinbarung dabei. Damit ist die nächste Etappe auf dem Weg zum zweigleisigen Ausbau der Weddeler Schleife gemacht. Die vielen Gespräche zwischen Bund, Land und Kommune und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten machen sich bezahlt."

Für das Schienenprojekt braucht es kein neues Baurecht. Allerdings müssen die Planungsunterlagen aus dem Jahre 1996 aufgrund neuer technischer Richtlinien in Teilen angepasst werden. Die Strecke wurde Mitte der 90er Jahre eingleisig gebaut, aber bereits zweigleisig geplant. In der heute unterzeichneten Vereinbarung verständigte man sich unter anderem auf die Verteilung der Planungskosten in Höhe von 4,25 Millionen Euro.

Der endgültige Vertrag für den Ausbau soll im Frühjahr 2018 unterschrieben werden. Mit einem Baubeginn ist im Jahr 2020 zu rechnen. Die Strecke könnte dann bereits 2022 eingeweiht werden. 

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies, dem Verbandsvorsitzenden des Regionalverbandes Großraum Braunschweig, Detlef Tanke, dem Verbandsdirektor des Regionalverbandes, Hennig Brandes, sowie Ulrich Bischoping, dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für Niedersachsen und Bremen, und dem Leiter für Großprojekte in Norddeutschland der Deutschen Bahn, Frank Limprecht.

Der zweigleisige Ausbau der Weddeler Schleife gehört zu den vordringlichsten Projekten zur Verbesserung des Schienenverkehrs in Norddeutschland. Die eingleisige Strecke zwischen Braunschweig und Wolfsburg führt seit langem zu Verzögerungen im Bahnverkehr, da sich Fern-, Regional- und Güterzüge ein Gleis teilen müssen. Insbesondere für den Wirtschaftsstandort Südostniedersachsen ist der Ausbau der Bahnstrecke ein wichtiger Schritt. Mit dem Ausbau soll auf der Strecke ein durchgehender Halbstundentakt für den Schienenpersonenfernverkehr angestrebt werden sowie Kapazitäts- und Qualitätsverbesserungen für den Schienenpersonennahverkehr und den Schienengüterverkehr. 

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Projekt auf rund 150 Millionen Euro. Von den Kosten, die vom Nahverkehrsnutzen abgedeckt werden, übernimmt der Bund 60 Prozent. Die restlichen 40 Prozent der Kosten werden vom Land und dem Regionalverband Braunschweig übernommen. Für den verbleibenden Finanzierungsteil hat der Bund die Übernahme der Kosten in Aussicht gestellt auf der Grundlage des zusätzlichen Nutzens des Projektes für den Güter- und Fernverkehr. 

 Unterzeichnung der Planungsvereinbarung für den zweigleisigen Ausbau der Weddeler Schleife

 V.l.n.r.: Frank Limprecht, Ulrich Bischoping, Olaf Lies, Detlef Tanke, Henning Brandes, Dr. Carola Reimann